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Radiologiefachperson spricht vor einer Röntgenaufnahme mit einer Patientin.

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Biologische Strahlenwirkung und Risiko

Kurseinstieg

Am Wandstativ fragt dich eine Patientin kurz vor der Aufnahme, ob ihr die Strahlung schadet, und du hast zehn Sekunden für eine Antwort. Im Kurs trennst du Hautreaktionen, die erst ab einer Schwellendosis auftreten, vom Krebsrisiko ohne Schwelle und ordnest Dosiszahlen so ein, dass jemand damit entscheiden kann. Danach antwortest du ehrlich, ohne zu verharmlosen oder Angst zu machen, und weisst am C-Bogen, warum sich dein Schritt zurück lohnt.

Strahlenschutz-Fortbildung. Inhalte entsprechend der Schweizer Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung (SR 814.501.261). 1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten.

Das lernst du

Warum es zählt

Wer «völlig harmlos» sagt, verliert Vertrauen. Wer «gefährlich» sagt, kann eine nötige Untersuchung verhindern. Nach dem Kurs antwortest du ehrlich und schützt dich am C-Bogen gezielt.

Was du morgen anders machst

  • Wenn du morgen gefragt wirst, ob der Körper alles repariert, sagst du: «Der Körper repariert vieles, aber nicht alles. Deshalb vermeiden wir unnötige Strahlung.»
  • Wenn du morgen bei einem langen Eingriff dabei bist, schaust du auf die angezeigte Luftkerma. Erreicht sie die Meldeschwelle deines Hauses, sagst du es dem Team, auch wenn die Haut noch unauffällig ist. Besonders wichtig ist das, wenn lange aus derselben Richtung durchleuchtet wird.
  • Wenn du morgen gefragt wirst, ob eine Aufnahme Krebs macht, sagst du: «Strahlung kann die Wahrscheinlichkeit für Krebs etwas erhöhen. Für Sie persönlich lässt sich das nicht vorhersagen. Darum verwenden wir nicht mehr Dosis als nötig.»
  • Wenn du morgen nach einer Dosis gefragt wirst, nennst du die Strahlung nie allein. Du sagst auch, was die Untersuchung klären soll und was ohne sie offenbleibt.
  • Wenn du morgen am C-Bogen nicht am Tisch gebraucht wirst, gehst du einen Schritt zurück oder hinter den Schirm.
  • Wenn du morgen gefragt wirst, ob eine Untersuchung gefährlich ist, fragst du zuerst, was die Person wissen will.

Warum bei uns

01

Praxisnah

Fälle aus deinem Berufsalltag, so wie sie vorkommen.

02

Verständliches Deutsch

Klare Sätze, Fachbegriffe dort erklärt, wo sie gebraucht werden.

03

Interaktiv

Lernkarten und Animationen, an denen du selbst Werte veränderst.

04

Adaptiver Rückblick

Am Ende siehst du je Block, was sitzt und was du nochmals ansehen solltest, und öffnest die Stellen gezielt.

05

Ohne Bestehensdruck

Die Praxis-Checks musst du nicht bestehen. Sie geben dir zu jeder Antwort eine Rückmeldung, auch zu den falschen.

Fachlicher Hintergrund

Herkunft und rechtliche Grundlage

Die Internationale Strahlenschutzkommission ICRP fasst die Forschung zu Empfehlungen zusammen. Eine wichtige Datenquelle ist die Langzeitstudie an den Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki. In der Schweiz setzt die Strahlenschutzverordnung diese Grundsätze um. Das BAG erklärt sie auf seiner Seite Grundprinzipien im Strahlenschutz.

Quellen

Strahlenschutz-Fortbildung. Inhalte entsprechend der Schweizer Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung (SR 814.501.261). 1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten.