
INTERV-01
Interventionelle Radiologie: Dosisdaten verstehen und im Alltag nutzen
Kurseinstieg
Nach einer Chemoembolisation der Leber, einer Tumorbehandlung über den Katheter, zeigt die Angiografieanlage mehrere Dosiswerte an. Im Kurs hältst du die Dosis am Referenzpunkt und die Hautdosis auseinander, legst den Datensatz vollständig ab und wertest ihn mit der Medizinphysik aus. Danach weisst du, welche Dosiszahl für welche Entscheidung gilt und wann nach einer Änderung an der Anlage eine Prüfung nötig ist.
Strahlenschutz-Fortbildung. Inhalte entsprechend der Schweizer Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung (SR 814.501.261). 1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten.
Das lernst du
Warum es zählt
Eine Dosiszahl allein sagt wenig. Erst mit ihrer Grösse und ihrem Bezug zur Untersuchung wird sie zur Grundlage für eine Entscheidung. Eine gemeinsame Arbeitsregel, ein vollständiger Datensatz und ein niedriger Anzeigenwert beantworten unterschiedliche Fragen.
Mehr zum Kurs Dieser Kurs führt dich vom abgeschlossenen Eingriff bis zur gemeinsamen Auswertung und zum technischen Nachweis. Du arbeitest an einer festen Angiografieanlage. Die Fälle betreffen interventionelle Radiologie und überwiegend abdominale Gefässdarstellungen. Dazu gehören auch nicht-vaskuläre Eingriffe wie Drainagen und die interventionelle Onkologie, etwa die Chemoembolisation der Leber. Du liest Dosisberichte, prüfst eine Programmänderung und klärst den Prüfbedarf nach einer Anlagenänderung.
So ist der Kurs aufgebaut
Du entscheidest in sechs kurzen Selbstreflexionen. Zu jeder Antwort folgt eine Erklärung. Der Rückblick greift deine Antworten auf und führt zu passenden Vertiefungen.
In jeder Lektion bedienst du eine Szene: Fallzuordnung, Datensatz, Geometrie, Aufnahmeablauf, Fallbesprechung und Prüfplan.
Was du morgen anders machst
Du nennst bei einer Dosiszahl ihre Grösse und ihren Bezug. Du findest die Angaben bei der richtigen Untersuchung. Du beurteilst Änderungen am vollständigen Ablauf und suchst den passenden Nachweis. Was der Kurs nicht behandelt. Strukturelle Herz- und Gefässeingriffe im Hybrid-OP, Elektrophysiologie, Koronareingriffe und den mobilen C-Bogen im OP. Dafür gibt es eigene Kurse.
Warum bei uns
01
Praxisnah
Fälle aus deinem Berufsalltag, so wie sie vorkommen.
02
Verständliches Deutsch
Klare Sätze, Fachbegriffe dort erklärt, wo sie gebraucht werden.
03
Interaktiv
Lernkarten und Animationen, an denen du selbst Werte veränderst.
04
Adaptiver Rückblick
Am Ende siehst du je Block, was sitzt und was du nochmals ansehen solltest, und öffnest die Stellen gezielt.
05
Ohne Bestehensdruck
Die Praxis-Checks musst du nicht bestehen. Sie geben dir zu jeder Antwort eine Rückmeldung, auch zu den falschen.
Fachlicher Hintergrund
Herkunft und rechtliche Grundlage
Die Grundlage verbindet Schweizer Vorgaben mit Bildphysik. Strahlenschutzverordnung und Röntgenverordnung geben den Rahmen. Dazu kommen Wegleitungen des BAG, das Praxishandbuch der europäischen Fachgesellschaft CIRSE und Physikerklärungen aus «How Radiology Works».
Quellen
Strahlenschutz-Fortbildung. Inhalte entsprechend der Schweizer Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung (SR 814.501.261). 1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten.
