
ORG-02
Röntgenbetrieb: Bewilligung, Raum, Kennzeichnung und Änderungen
Kurseinstieg
In der Praxis wird das Röntgengerät ersetzt, eine Wand versetzt und die Konsole neu gestellt, und am Freitag kommt die erste Patientin. Im Kurs ordnest du jede Änderung der richtigen Meldeart zu, prüfst das Türschild und klärst, wo der Bedienplatz nach dem Umbau stehen muss. Danach weisst du vor dem ersten Betriebstag, was gemeldet sein muss und ob Bewilligung, Raumplan und Bedienplatz zusammenpassen.
Strahlenschutz-Fortbildung. Inhalte entsprechend der Schweizer Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung (SR 814.501.261). 1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten.
Das lernst du
- Du reichst ein Umbaudossier zwischen Praxisleitung, Sachverständigem und Lieferfirma herum und siehst, was auf der Bewilligung stehen bleibt.
- Du ordnest sieben Vorgänge, vom Versetzen einer Wand über den Wechsel des Sachverständigen bis zum Verlust einer Prüfquelle, der richtigen Meldeart zu.
- Du bewegst eine instruierte und eine neue Reinigungskraft sowie eine RFP durch eine Radiologie mit angrenzender Nuklearmedizin, schaltest die Röntgenanlage ein und aus und siehst, wer wann welchen Raum betreten darf.
- Du nimmst von einem kopierten Türschild, was nicht hingehört, und setzt ein, was die Röntgenanlage dahinter verlangt.
- Du wechselst Tubus und Raumausstattung in einem Zahnarztzimmer und siehst, wann die Ausnahme vom Überwachungsbereich gilt.
- Du verschiebst nach einem Umbau Konsole und Schrank, löst eine Beckenaufnahme ap aus und siehst, wann du hinter der Schutzwand stehst und die Patientin trotzdem siehst.
- Lektion 1 · Wer ist gemeint, wenn die Verordnung «muss» sagt. Die Bewilligungsinhaberin als Adresse aller Pflichten und wer im Betrieb welche Aufgabe hat. · 8 Minuten
- Lektion 2 · Vorher melden, sofort melden, gar nicht melden. Welche Änderung wann an die Behörde geht. · 9 Minuten
- Lektion 3 · Überwachungsbereich und Kontrollbereich. Warum ein Röntgenraum ein Überwachungsbereich ist und wer wann hinein darf. · 7 Minuten
- Lektion 4 · Was an der Tür stehen muss. Die Strahlungsquelle bestimmt das Schild. · 7 Minuten
- Lektion 5 · Die Ausnahme für zahnärztliche Kleinröntgenanlagen. Drei Gerätewerte und ein Raum, in dem nichts anderes betrieben wird. · 5 Minuten
- Lektion 6 · Der Bedienplatz nach dem Umbau. Wo du beim Auslösen einer Aufnahme stehst, was du von dort siehst und welche Protokolle vor der ersten Patientin stimmen müssen. · 9 Minuten
Nachbarkurse. Wie ein Betrieb seine Strahlenschutzorganisation aufbaut, mit Weisungen, schriftlich festgehaltenen Kompetenzen, Schulung und Audit, zeigt der Kurs Strahlenschutzorganisation. Was in den ersten Minuten nach einem Quellenverlust geschieht, der Kurs Strahlenunfall und radiologischer Notfall. Wer als beruflich strahlenexponiert gilt und welches Dosimeter braucht, die Kurse Berufliche Strahlenexposition und Personendosimetrie. Welche Prüfungen ein Röntgengerät im Betrieb braucht, der Kurs Röntgentechnik. Dieser Kurs bleibt beim Betrieb: Bewilligung, Meldung, Raum, Tür und Bedienplatz.
So ist der Kurs aufgebaut
Was du übst.
Aufbau.
Dauer. 6 Lektionen, zusammen rund 90 Minuten, in eigenem Tempo. Jede Lektion hat eine bedienbare Szene und am Ende eine Kontrollfrage mit sofortiger Rückmeldung. Sie dient der Selbstreflexion, die Bestehensgrenze liegt bei 0 %. Am Ende steht eine Teilnahmebestätigung.
Du gehst den Betrieb in einer klaren Reihenfolge durch. Zuerst kommen Bewilligung und Änderung. Danach folgen Bereich, Kennzeichnung, die zahnärztliche Ausnahme und der Bedienplatz.
Was du morgen anders machst
Der Ausgangspunkt ist der Name auf der Bewilligung. Morgen klärst du bei einem Umbau oder Gerätewechsel zuerst, wer in eurem Betrieb die Bewilligung innehat, weil die Pflichten an diese Stelle gehen.
Vor der Änderung heisst vor dem Umbau, nicht erst vor der ersten Patientin. Morgen prüfst du vor einem Umbau oder der Inbetriebnahme eines neuen Geräts, ob die Änderung vorher gemeldet werden muss und ob das geschehen ist, statt dich auf den Lieferschein zu verlassen.
Reinigungspersonal braucht vor dem ersten Einsatz eine Instruktion, auch wenn die Anlage aus ist. Morgen schaust du auf dem Raumplan nach, welche Tür zu einem Kontrollbereich und welche zu einem Überwachungsbereich gehört, und fragst nach, ob das Reinigungspersonal für den Röntgenraum instruiert ist.
Ein kopiertes Schild trägt die Angaben eines anderen Raums. Morgen prüfst du, ob das Schild an der Tür die vorgeschriebenen Angaben für genau diesen Bereich trägt, statt ein Schild aus einem anderen Raum zu übernehmen.
Die Ausnahme gilt für den Raum, nicht für ein einzelnes Gerät. Morgen prüfst du bei «kein Überwachungsbereich nötig» alle drei Bedingungen gemeinsam, nicht nur die Röhrenspannung, und schaust, ob im Raum wirklich nur Kleinröntgenanlagen stehen. Ein Panoramagerät im selben Raum hebt die Ausnahme auf.
Die Wand schützt nur in der geraden Linie zwischen dem bestrahlten Bereich und dir. Morgen stellst du dich an euren Bedienplatz, schaust durch das Sichtfenster und prüfst, ob die Schutzwand in der geraden Linie zur Patientin steht, bevor du die nächste Aufnahme auslöst.
Warum bei uns
01
Praxisnah
Fälle aus deinem Berufsalltag, so wie sie vorkommen.
02
Verständliches Deutsch
Klare Sätze, Fachbegriffe dort erklärt, wo sie gebraucht werden.
03
Interaktiv
Lernkarten und Animationen, an denen du selbst Werte veränderst.
04
Adaptiver Rückblick
Am Ende siehst du je Block, was sitzt und was du nochmals ansehen solltest, und öffnest die Stellen gezielt.
05
Ohne Bestehensdruck
Die Praxis-Checks musst du nicht bestehen. Sie geben dir zu jeder Antwort eine Rückmeldung, auch zu den falschen.
Fachlicher Hintergrund
Herkunft und rechtliche Grundlage
Die Inhalte stützen sich auf das Schweizer Strahlenschutzrecht (Strahlenschutzgesetz, Strahlenschutzverordnung, Röntgenverordnung).
Die Schweizer Grundlagen bleiben direkt erreichbar. Gesetz, Verordnungen und BAG-Wegleitungen stehen bei den zugehörigen Karten. Das Fachwiki vertieft die Begriffe. BAG: Gesetzgebung Strahlenschutz · BAG: Radiation Portal Switzerland · WiseRay-Fachwiki · Strahlenschutzverordnung, SR 814.501
Jede Lektion hat eine Übung, in der du selbst handelst. Am Ende jeder Lektion steht eine Kontrollfrage zur Selbstreflexion, die Bestehensgrenze liegt bei 0 %.
Strahlenschutz-Fortbildung. Inhalte entsprechend der Schweizer Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung (SR 814.501.261). 1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten.

