
RAD-01
Strahlenphysik Radiologie
Kurseinstieg
Im Röntgenraum hilft eine Begleitperson beim Lagern, und nach dem Wechsel der Projektion passt ihr Standplatz nicht mehr. Im Kurs verfolgst du, wie Streustrahlung im bestrahlten Bereich im Patienten entsteht, und liest Dosimeterwert, effektive Dosis und diagnostischen Referenzwert mit ihrer eigenen Frage. Danach weisst du, wer im Raum bleibt, wann das Durchleuchtungspedal frei bleibt und dass ein Referenzwert kein Grenzwert ist.
Strahlenschutz-Fortbildung. Inhalte entsprechend der Schweizer Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung (SR 814.501.261). 1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten.
Das lernst du
Warum es zählt
Begleitpersonen und Team stehen meist neben dem direkten Strahl. Trotzdem kommt dort Streustrahlung an, denn sie entsteht vor allem im bestrahlten Bereich im Patienten. Ändert sich die Projektion, ändert sich auch der Strahlengang, und der erste Standplatz passt nicht automatisch weiterhin. Auch eine Dosiszahl beantwortet nur ihre eigene Frage: Ein tiefer Wert am Dosimeter unter der Schürze gilt nicht für Augen und Hände, und der diagnostische Referenzwert (DRW) ist ein Vergleichswert für eine Gruppe von Untersuchungen, kein Grenzwert.
So ist der Kurs aufgebaut
Du veränderst sechs klinische Situationen und begründest die nächste Handlung.
Was du morgen anders machst
Morgen klärst du vor der Aufnahme, wer bleiben muss. Du zeigst den anderen den geschützten Warteplatz. Danach prüfst du Strahlengang und Abschirmung.
Morgen prüfst du bei jeder Massnahme ihren Wirkungsort. Für weniger Streuung begrenzt du das Feld auf die benötigte Anatomie. Den Rastereinsatz beurteilst du anhand von Protokoll und benötigtem Kontrast.
Morgen liest du zuerst Dosimeter, Trageort und Zeitraum.
Morgen erklärst du zuerst, wofür der mSv-Wert geeignet ist. Die medizinische Begründung klärst du mit der zuständigen Ärztin. Du ersetzt das Gespräch nicht durch eine scheinbar genaue Prozentzahl.
Morgen kontrollierst du zuerst Gruppe und Einheit.
Morgen sprichst du den Bildbedarf vor der Durchleuchtung ab. Während der Besprechung nutzt du LIH. Vor dem nächsten Liveabschnitt prüfst du Feld, Personen und Abschirmung erneut.
Warum bei uns
01
Praxisnah
Fälle aus deinem Berufsalltag, so wie sie vorkommen.
02
Verständliches Deutsch
Klare Sätze, Fachbegriffe dort erklärt, wo sie gebraucht werden.
03
Interaktiv
Lernkarten und Animationen, an denen du selbst Werte veränderst.
04
Adaptiver Rückblick
Am Ende siehst du je Block, was sitzt und was du nochmals ansehen solltest, und öffnest die Stellen gezielt.
05
Ohne Bestehensdruck
Die Praxis-Checks musst du nicht bestehen. Sie geben dir zu jeder Antwort eine Rückmeldung, auch zu den falschen.
Fachlicher Hintergrund
Herkunft und rechtliche Grundlage
Die Grundlagen stammen aus Strahlenphysik und Schweizer Praxis. IAEA und ICRP erklären die Zusammenhänge. BAG, StSV und Dosimetrieverordnung konkretisieren die Anwendung.
Du organisierst den Raum vor der Aufnahme. Begleitpersonen erhalten eine klare Aufgabe und einen passenden Platz. Nach einem Projektionswechsel prüfst du den Strahlenweg erneut.
Du liest jede Dosiszahl mit ihrem Bezug. Ein Dosimeterwert, die effektive Dosis und ein diagnostischer Referenzwert (DRW) beantworten unterschiedliche Fragen. Du leitest daraus die passende Handlung ab.
Du nutzt vorhandene Bildinformation. Für eine Besprechung bleibt das Pedal frei. Für notwendige Livebilder kombinierst du Einblendung, Zeit, Abstand und Abschirmung.
Quellen
Quellen: IAEA: Diagnostic Radiology Physics · StSV: Schweizer Strahlenschutzverordnung · BAG: Diagnostische Referenzwerte · WiseRay-Fachwiki: Wechselwirkung mit Materie
Strahlenschutz-Fortbildung. Inhalte entsprechend der Schweizer Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung (SR 814.501.261). 1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten.

