Stand: 30.08.2026
Der Weg zur anerkannten Medizinphysik in der Schweiz: vom naturwissenschaftlichen Studium über die begleitete Klinikpraxis bis zur formellen SGSMP-Anerkennung und der laufenden Fachkunde.
Medizinphysik ist kein Beruf, in den man nebenbei hineinrutscht. Der Weg dorthin ist klar gestuft: ein naturwissenschaftliches Studium, eine strukturierte praktische Ausbildung in der Klinik und am Ende die formelle Fachanerkennung. Erst diese Kombination macht jemanden befähigt, medizinphysikalische Verantwortung zu tragen.
Studium
Grundlage ist in der Regel ein Hochschulabschluss in Physik oder einem eng verwandten Fach. Darauf bauen spezialisierende Programme und Module auf, die die medizinphysikalischen Inhalte vermitteln, von der Strahlenphysik über die Dosimetrie bis zur Bildgebung.
Praktische Ausbildung
Auf das Studium folgt eine mehrjährige, begleitete Tätigkeit in einer klinischen Einrichtung. Hier werden die Kompetenzen in den relevanten Anwendungsgebieten unter Anleitung erworben und dokumentiert. Theorie allein genügt nicht; die Praxis am Gerät und am Patienten ist Teil der Qualifikation.
Anerkennung und Fachkunde
Die formelle fachliche Anerkennung erfolgt über die SGSMP, die die Ausbildungs- und Erfahrungsanforderungen definiert und das Verfahren führt. Sie ist die Grundlage, um Verantwortung zu übernehmen. Parallel und davon zu unterscheiden ist die strahlenschutzrechtliche Fachkunde, die nachgewiesen und durch laufende Fortbildung aktuell gehalten werden muss. Anerkennung ist also kein einmaliger Abschluss, sondern ein dauerhaft gepflegter Status.
Hinweis: Die konkreten Anforderungen richten sich nach den aktuellen SGSMP- und Strahlenschutz-Vorgaben. Dieser Artikel gibt den Weg im Überblick wieder.

