Stand: 01.09.2026
Wie die Qualität medizinischer Strahlenanwendungen gesichert wird: das Zusammenspiel von interner QS im Betrieb und externer, unabhängiger Kontrolle.
Ein Röntgengerät kann unauffällig wirken und trotzdem zu viel Dosis abgeben oder zu schwache Bilder liefern. Damit solche schleichenden Abweichungen auffallen, baut das Strahlenschutzrecht auf zwei Ebenen der Qualitätssicherung: die laufende Selbstkontrolle im Betrieb und eine externe, unabhängige Prüfung von aussen. Erst beide zusammen machen Qualität verlässlich.
Interne Qualitätssicherung
Jeder Betrieb verantwortet seine eigene QS. Dazu gehören die Abnahmeprüfung (stimmt das Gerät bei der Inbetriebnahme?), die regelmässige Konstanzprüfung (bleibt es über die Zeit stabil?), Wartung, Schulung des Personals und die geordnete Pflege der Nachweise. Diese Prüfungen sind das Frühwarnsystem: Sie zeigen Abweichungen, bevor sie klinisch relevant werden.
Externe, unabhängige Kontrolle
Darüber hinaus prüft eine externe Stelle unabhängig, ob Dosis und Bildqualität im vertretbaren Rahmen liegen und ob aktiv optimiert wird. Geprüft werden unter anderem die Einhaltung der diagnostischen Referenzwerte, die Bildqualität, die rechtfertigende Indikation und die Dokumentation. Bei Auffälligkeiten werden Massnahmen empfohlen und ihre Umsetzung nachverfolgt.
Warum die Trennung wichtig ist
Die externe Sicht entdeckt, was im eigenen Betrieb zur Gewohnheit geworden ist und deshalb nicht mehr auffällt. Die interne QS wiederum hält die Qualität zwischen den externen Prüfungen aufrecht. Das eine ersetzt das andere nicht.
Schweiz: Form und Zuständigkeit der prüfenden Stellen richten sich nach der aktuellen Fassung des Strahlenschutzrechts und den BAG-Vorgaben.
Häufige Fragen
Wozu dient die Qualitätssicherung an Röntgengeräten?
Sie stellt sicher, dass das Gerät über die Zeit stabil und korrekt arbeitet. So bleibt die Bildqualität verlässlich und die Dosis im erwarteten Rahmen.
Was ist eine Konstanzprüfung?
Eine regelmässige Prüfung, ob ein Gerät weiterhin die bei der Abnahme festgelegten Werte einhält. Abweichungen werden früh erkannt und behoben.
Wer prüft die Geräte?
Je nach Prüfung der Betrieb selbst, die Medizinphysik oder eine anerkannte Prüfstelle. Zuständigkeiten und Intervalle sind klar geregelt.

