Stand: 01.09.2026
Nicht nur kV und mAs treiben die CT-Dosis: wie ein zu grosser Scanbereich, Overranging und überflüssige Phasen unbemerkt Dosis kosten und wo man sie spart.
Bei der CT-Dosis denkt man zuerst an Spannung und Strom. Mindestens so wichtig ist aber eine zweite Frage: wie viel überhaupt gescannt wird, also die Länge des Scanbereichs und die Zahl der Phasen. Genau hier steckt oft unbemerkt viel vermeidbare Dosis.
Überscannen: zu langer Scanbereich
Wird der Scanbereich grosszügiger gewählt als die Fragestellung verlangt, bekommt der Patient Dosis für Bilder, die niemand braucht. Das DLP wächst direkt mit der gescannten Länge. Eine enge, an die klinische Frage angepasste Planung des Scanbereichs ist deshalb eine der einfachsten und wirksamsten Dosismassnahmen überhaupt.
Overranging an den Enden
Bei der Spiral-CT braucht die Rekonstruktion an Anfang und Ende des Scanbereichs einige zusätzliche Rotationen jenseits des eigentlichen Bereichs. Dieser Zusatz (Overranging) fällt bei kurzen Scanbereichen und hohem Pitch relativ stärker ins Gewicht. Moderne Geräte begrenzen ihn mit adaptiver Blendung, ganz vermeiden lässt er sich nicht.
Mehrphasen-Protokolle hinterfragen
Jede zusätzliche Phase (nativ, arteriell, venös, spät) ist im Grunde ein weiterer vollständiger Scan und vervielfacht die Dosis entsprechend. Mehrphasen-Protokolle sind manchmal medizinisch nötig, oft aber Gewohnheit. Die entscheidende Frage lautet: Beantwortet jede Phase eine eigene klinische Frage, oder liesse sich eine weglassen?
Merke: Die billigste Dosis ist die nicht gescannte. Den Scanbereich eng zu halten und jede Phase zu rechtfertigen senkt die Dosis, ohne an der Bildqualität zu sparen. Genau solche Punkte deckt der Protokollreview auf.
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