Stand: 01.09.2026
Wie man Patientinnen und Patienten Strahlendosis und Risiko ehrlich und verständlich erklärt, ohne zu verharmlosen und ohne unnötig Angst zu machen.
Viele Patientinnen und Patienten haben Respekt oder Angst vor Strahlung, oft mehr, als das tatsächliche Risiko einer einzelnen Untersuchung rechtfertigt. Gleichzeitig darf man Strahlung nicht verharmlosen. Gute Kommunikation findet den Mittelweg: ehrlich, verständlich und ohne Fachjargon. Dieser Artikel hilft klinischen Teams, genau das zu tun. Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
In Alltagssprache statt Einheiten
Begriffe wie Millisievert sagen den meisten Menschen nichts. Hilfreicher ist der Bezug auf Vertrautes: dass wir alle ständig einer natürlichen Hintergrundstrahlung ausgesetzt sind und dass viele Untersuchungen in einer ähnlichen Grössenordnung liegen wie das, was man ohnehin über Wochen oder Monate aufnimmt. Solche Vergleiche schaffen ein Gefühl für die Grössenordnung, ohne eine exakte Risikozahl zu behaupten.
Nutzen und Risiko gemeinsam nennen
Eine Untersuchung wird nur gemacht, wenn ihr Nutzen das Risiko klar überwiegt (das Prinzip der Rechtfertigung). Genau das sollte man auch sagen: Die Information aus dem Bild hilft, die richtige Behandlung zu finden, und dieser Nutzen ist der Grund für die Untersuchung. Risiko ohne Nutzen zu nennen verunsichert; beides zusammen ordnet ein.
Mit Unsicherheit ehrlich umgehen
Das Zusatzrisiko einer einzelnen diagnostischen Untersuchung ist sehr klein und lässt sich für eine einzelne Person nicht genau beziffern. Diese Ehrlichkeit ist keine Schwäche: Man kann sagen, dass das Risiko sehr klein und der erwartete Nutzen konkret ist, ohne eine Scheingenauigkeit vorzutäuschen.
Claims-safe: Dieser Artikel ist eine Kommunikationshilfe, kein Werkzeug zur individuellen Risikoberechnung und kein Ersatz für die ärztliche Aufklärung im Einzelfall.

